Konzept zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Kooperation Eltern-Schule (KESCH)

A. Leitgedanke

Eltern sind ein wichtiger Teil der Schulgemeinschaft, gegenseitige Wertschätzung und gemeinsame Ziele sind unabdingbar. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern soll die positive Entwicklung unserer Schüler fördern. In der Schulfamilie soll ein offener und vertrauensvoller Umgang zwischen allen Beteiligten herrschen. Zusammen wollen wir für ein Klima des Wohlfühlens und Willkommenseins an unserer Schule sorgen.

B.Schulspezische Gegebenheiten

  • Unsere Schule hat einen ländlichen Einzugsbereich.
  • Das Dorf Windischbergerdorf ist ein Vorort der Kreisstadt Cham und gehört zu deren Stadtverwaltung. Der Schulsprengel der Grundschule Windischbergerdorf umfasst die Ortschaften Windischbergerdorf, Kothmaißling, Schlammering, Kammerdorf, Selling und Satzdorf. Der Sachaufwandsträger ist die Stadt Cham.


  • Ein Teil der Schüler fährt mit dem Bus zur Schule.
  • Gesamtschülerzahl 79, davon 36 männlich und 43 weiblich.
  • In der Schülerzahl enthalten sind 12 Kinder mit Migrationshintergrund, davon 8 Asylbewerber bzw. Kriegsflüchtlinge, was einem Anteil von 15 Prozent entspricht.
  • Die Schüler werden einzügig in 4 Jahrgangsstufen unterrichtet: 2 FLEGS-Klassen (Kl. 1/2a und Kl. 1/2b), eine 3. Klasse (Kl. 3) und eine 4. Klasse (Kl. 4). Die Schülerzahl variiert zwischen 16 und 21 Schülern pro Klasse.
    • Insgesamt unterrichten acht Lehrkräfte (1 männl./7 weibl.) an der Schule, davon sieben in Teilzeit. Die in Vollzeit eingesetzte Lehrkraft (WTG-Lehrerin) unterrichtet auch an einer anderen Schule.
    • Unsere Schule ist eine „Flexible Grundschule“, deren Kernelement es ist, die vorhandene Heterogenität der Schülerinnen und Schüler zu nutzen, sie für das Lernen fruchtbar zu machen und sie in die Planungen unseres Unterricht miteinzubeziehen.
    • Die Schule beteiligt sich auch an dem Programm SINUS an Grundschulen mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Prävention von Lernschwierigkeiten in Mathematik.
    • Weiter nimmt unsere Schule am EU-Schulfruchtprogramm in Verbindung mit der Bewegungsinitiative „Voll in Form“ teil.

 

 

C. Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung einer differenzierenden Elternarbeit

Qualitätsbereich Gemeinschaft

Ziele:

Alle Kinder und Eltern sollen sich vom ersten Moment an in der Schule wohlfühlen.        In der Schule herrscht eine einladende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre. Gemeinschaftserleben und Zusammengehörigkeitsgefühl ist stets in Bewegung und muss selbstverständlich gepflegt werden. 

Bereits getroffene Maßnahmen:

  • flexible Elternsprechstunde
  • bei Problemen rasche Kontaktaufnahme per Telefon
  • Schnupperunterricht für zukünftige Erstklässler
  • Am Tag der Schuleinschreibung stellt der Schulleiter die Schule ausführlich vor, der Elternbeirat bewirtet die Eltern und präsentiert seine Arbeit
  • Am ersten Schultag erhalten die Eltern während der ersten Schulstunde ihrer Kinder wichtige Informationen zum Schulalltag durch den Schulleiter, der Elternbeirat übernimmt die Bewirtung der Eltern
  • Elternbeirat beschenkt am Nikolaustag die Schulkinder und der Nikolaus kommt
  • Aufführung einer Kinderoper, finanziell unterstützt vom Elternbeirat
  • regelmäßige Schulfeste, der Elternbeirat organisiert die Bewirtung
  • Abschlussgeschenk der Viertklässler vom Elternbeirat
  • Abschlussfahrt der 4.Klasse mit Eltern
  • Elternbeirat spendiert jedes Jahr Schul-T-Shirts für die Erstklässler

 

geplante Maßnahmen:

  • Willkommenspaket bei der Einschreibung mit allen wichtigen Informationen zum Schulanfang und zum Schulalltag.

 

Qualitätsbereich Kommunikation

Ziele:

Schule, Eltern und Elternvertreter führen einen regelmäßigen, auch anlass-unabhängigen Informationsaustausch.

Bereits getroffene Maßnahmen:

  • Erzieherinnen sind beim ersten Elternabend, beim Schnupperunterricht und am Tag der Schuleinschreibung dabei
  • Kontaktaufnahme ist über die Homepage möglich
  • Informationen über Termine, Neuerungen, Ansprechpartner und Aktionen durch regelmäßige Elternbriefe
  • Homepage mit Hinweisen auf aktuelle Veranstaltungen, Termine und kindgemäße bzw. lernbegleitende Internetseiten
  • Hausaufgabenheft zur gegenseitigen Kontaktaufnahme und für Hinweise zu kurzfristigen Änderungen
  • Schulleitung und Lehrer haben ein offenes Ohr für Eltern und nehmen sich Zeit, sie anzuhören und zu beraten, auch außerhalb der Sprechstunden
  • erster Elternabend bereits in der ersten Schulwoche
  • gemeinsame Elternabende zu aktuellen Themen

 

geplante Maßnahmen:

  • gemeinsame Erstellung eines Leitbildes für die Schule

 

Qualitätsbereich Kooperation

Ziele:

Die Zusammenarbeit mit den Eltern erfolgt systematisch und koordiniert, die Schülerinnen und Schüler sind altersadäquat mit einbezogen. Die Eltern beteiligen sich auf vielfältige Art und Weise am schulischen Geschehen und bringen ihre Stärken und Ressourcen ein. Die Eltern unterstützen das häusliche Lernen ihrer Kinder und werden diesbezüglich von der Schule beraten.

Bereits getroffene Maßnahmen:

  • Eltern als Lesepaten
  • Eltern als Helfer beim gesunden Pausenfrühstück
  • gemeinsame Durchführung von Projekten mit Eltern und außerschulischen Partnern
  • Eltern unterstützen und helfen bei Sportfesten und Schulfesten
  • Kooperation mit örtlichen Vereinen und dem Elternbeirat bei der Dorfweihnacht
  • Besuch von kulturellen Veranstaltungen wie Theater, Bücherei, usw. wird vom Elternbeirat finanziell unterstützt
  • Elternbeirat unterstützt Anschaffungen für die pädagogische Arbeit mit den Schülern
  • Elternabende zum Übertritt
  • Elternexperten bei verschiedenen Veranstaltungen
  • Zusammenarbeit mit MSD und anderen Fördereinrichtungen
  • Ehrenamtliche Mitarbeit von Eltern, pensionierten Lehrkräften oder pädagogischem Personal zur Sprachförderung von Flüchtlingskindern

 

geplante Maßnahmen:

  • Dreier-Gespräche anlassbezogen
  • Lernentwicklungsgespräch statt Zwischenzeugnissen

 

Qualitätsbereich Mitsprache

Ziele:

Die Schule informiert die Eltern ausreichend über ihre Mitwirkungsmöglichkeiten. Sie ermuntert alle Eltern, diese zu nutzen.

Bereits getroffene Maßnahmen:

  • Wahl von Klassenelternsprechern und Elternbeirat
  • Dem Elternbeirat werden Räumlichkeiten und technische Einrichtungen zur Verfügung gestellt
  • Teilnahme der Schulleitung und der Lehrer an Elternbeiratssitzungen
  • regelmäßiger Austausch zwischen Elternbeirat und Schulleitung
  • Durchführung von Elternbefragungen

 

geplante Maßnahmen:

  • gemeinsame Erstellung einer Hausordnung/Schulordnung

 

D. Qualitätssicherung

Die Zufriedenheit mit den bereits eingesetzten und geplanten Instrumenten soll durch eine Befragung von allen Beteiligten in regelmäßigen Abständen evaluiert werden, um Hinweise für eine Weiterentwicklung zu erhalten.

 

E. Beteiligung der Schulgemeinschaft

Das Konzept zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft wurde in Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium und dem Elternbeirat der Schule erarbeitet und beschlossen.